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Private Alters­vorsorge - früh anfangen lohnt sich

Die gesetzliche Rente reicht für viele Menschen im Alter nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Deshalb ist eine zusätzliche private Alters­vorsorge sinnvoll, um die entstehende Rentenlücke zu schließen. Je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto stärker wirken Zinseszinseffekte und Renditen.

Grundsätzlich wird zwischen staatlich geförderter und nicht geförderter Alters­vorsorge unterschieden. Zu den geförderten Varianten zählen die betriebliche Alters­vorsorge (bAV), die Riester-Rente sowie für Selbstständige die Rürup-Rente. Nicht geförderte Möglichkeiten sind unter anderem ETF-Sparpläne, private Rentenversicherungen und Immobilien.

Betriebliche Alters­vorsorge

Die betriebliche Alters­vorsorge bietet steuerliche Vorteile sowie einen verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 Prozent. Gleichzeitig kann sie jedoch die gesetzliche Rente reduzieren und ist hinsichtlich der Vertragsgestaltung vom Arbeitgeber abhängig.

Rieseter-Rente

Die Riester-Rente lohnt sich vor allem für Familien mit mehreren Kindern oder Geringverdiener, da sie von hohen staatlichen Zulagen profitieren. Nachteile sind vergleichsweise hohe Kosten, geringe Renditen und eingeschränkte Flexibilität.

Private Rentenversicherung

Eine private Rentenversicherung ermöglicht flexible Einzahlungen und Auszahlungen sowie steuerliche Vorteile. Allerdings können hohe Abschluss- und Verwaltungskosten sowie niedrige Rentenfaktoren die Rendite deutlich verringern. Klassische und hybride Tarife gelten aufgrund geringer Ertragschancen häufig als wenig attraktiv. Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen hängt die Entwicklung maßgeblich von den gewählten Fonds ab. Günstige ETFs schneiden dabei meist besser ab als aktiv gemanagte Fonds.

ETF-Sparplan

Ein ETF-Sparplan gilt als besonders kostengünstige und flexible Form der Alters­vorsorge. Durch die breite Streuung über viele Unternehmen und Länder bestehen langfristig gute Renditechancen. Voraussetzung ist jedoch ein langer Anlagehorizont von mindestens 15 bis 20 Jahren sowie ausreichend Disziplin, das Kapital nicht vorzeitig zu entnehmen.

Immobilie

Auch eine Immobilie kann Teil der Alters­vorsorge sein, insbesondere durch eingesparte Mietkosten im Alter. Ob sich ein Kauf lohnt, hängt jedoch von Kaufpreis, Finanzierung und Zinsentwicklung ab. Vermietete Immobilien bieten zusätzliche Ertragschancen, bergen aber Risiken wie Leerstand und eine geringe Vermögensstreuung.

Welche Form der Alters­vorsorge geeignet ist, hängt von der persönlichen Situation ab. Eine betriebliche Alters­vorsorge kann sich bei hohen Arbeitgeberzuschüssen lohnen, Riester insbesondere für Familien mit Kindern und Immobilien bei einer soliden Finanzierung. Für viele Anleger empfiehlt sich jedoch ein weltweit gestreuter ETF-Sparplan als einfache, kostengünstige und langfristig renditestarke Lösung. Ergänzend sollte stets ein Notgroschen auf einem Tages- oder Festgeldkonto vorhanden sein, damit das Alters­vorsorgevermögen im Notfall nicht angegriffen werden muss.

 


Ansprechpartner

Lucas Lamar

Spezialist private Alters­vorsorge

Experte für private Alters­vorsorge (DVA)